Techniktraining mit Ole Quast

Nach meinem letzten Blogbeitrag über das Rennen in Neumünster hat sich Ole Quast bei Papa gemeldet. Ich hatte da ja etwas gejammert, weil mir der tiefe Sand so schwer fiel, und Ole sagte zu Papa, da brauche ich wohl mal ein bisschen Training. Ole hat ja bei Papa schon mal die Sitzposition kontrolliert, um auszuschließen, dass es an einer falschen Einstellung liegt, dass Papa so Probleme mit dem linken Bein hat. Jedenfalls habe ich mich riesig gefreut und war auch ziemlich ehrfürchtig, weil die Liste von Oles Erfolgen noch viel länger ist als die von Papas nicht beendeten Rennen riesig ist! Unter anderem war er zweimal deutscher Meister im Cross! Und außerdem ist er total nett und kann gut erklären. Wir haben uns in Niendorf getroffen, und dann ging’s sofort los.

Zuerst haben wir so eine Übung gemacht, bei der man beim Fahren mit den Fingern den Boden berühren sollte. Also, damit man erstmal ein Gefühl fürs Rad kriegt und flexibler wird und so weiter. Ich jedenfalls konnte das zuerst überhaupt nicht gut – bis Ole mir den Tipp gegeben hat, es bei größerer Geschwindigkeit zu versuchen. Na ja, perfekt war’s dann trotzdem noch nicht. Aber Papa hat’s überraschenderweise sogar hingekriegt. Hut ab!
Bei der nächsten Übung ging es einfach nur darum, Kreise zu fahren. Aber so leicht wie es sich anhört, ist das meistens gar nicht. Ich hab nämlich immer Probleme in diesen engen Kurven, weil ich da oft zu langsam bin. Also haben wir aus Trinkflaschen einen Kreis gelegt und sind immer drumherum gefahren. Nach gefühlten 3674 Umdrehungen war mir dann doch etwas schwindelig und der Rasen sah auch nicht mehr so toll aus. Aber dafür hat mir Oles Tipp, den Schwerpunkt hinten zu haben und weniger mit dem Lenker zu lenken sondern mehr mit Gewichtsverlagerung echt was gebracht. Auf jeden Fall werde ich diese beiden Übungen immer mal wieder ins Training einbauen. Nach den Kreisen sind wir noch ein bisschen durch richtig tiefen Sand gefahren und haben Auf- und Absteigen geübt, was auch sehr viel Spaß gemacht hat. Ole hat uns gezeigt wie man’s richtig macht (Mit ungefähr 80 km/h rein da, Absteigen, Aufsteigen, Fertig). Wenn man nur auf seinen Kopf geguckt hat, während er vom Rad steigt und dann wieder aufspringt, sieht man das gar nicht. Der macht das einfach in der gleichen Geschwindigkeit! Na ja bei uns sah das noch nicht so super aus, aber ich glaube, mit ein wenig Übung können auch Papa und ich das lernen.
Ein weiteres Problem, dass ich beim Crossen habe, sind ja die Hürden, und deshalb sind wir auch ein bisschen auf einer großen Wiese rumgefahren und haben auf-und absteigen geübt. Das klappt bei mir ja eigentlich ganz gut. Das schwierige, finde ich, ist vor allem das Tragen. Später sind wir dann auch nochmal in die Nähe des Flughafens gefahren und haben uns dort eine echte Hürde gesucht. Leider haben wir keinen Baumstamm oder so gefunden, also hat Ole einen dicken Ast aus dem Gebüsch gezerrt und ihn quer über den Weg gelegt, so dass man darüber springen oder sein Rad darüber tragen kann (er: springen, wir: tragen) Dann sollte ich ein paar mal über unsere Hürde rüber, was leider nur so mäßig gut geklappt hat. Na ja, gegen Ende hin hab ich’s doch ganz gut hinbekommen.
Auf jedenfall war das n‘ super Training und ich hab viele Sachen gelernt. Ole hat mir viele Sachen nämlich ganz anders erklärt als Papa, sodass ich jetzt ein paar Sachen besser kann oder zumindest weiß, wo es noch nicht so gut läuft und was ich noch trainieren muss. Danke, Ole! Mal gucken, ob ich am Wochenende in Kiel das eine oder andere umsetzen kann.

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