Mallorca, Tag 9: Einzel-EBs

Schon am Anfang des Trainingslagers hat unser Landesverbandstrainer Uwe so eine Liste eingeführt, in die man jeden Morgen sein Befinden auf einer Skala von eins bis acht, seinen Ruhepuls und sein Gewicht eintragen muss. Heute hab ich mich eigentlich auf Sieben bis Acht eingestuft, habe dann aber doch nur eine Sieben eingetragen, damit mir Papa nicht wieder zum 10. Mal erzählen muss, das ich nur so gut regeneriere, weil ich mir diese Chili, Ingwer, Zimt, Kurkuma, Pfeffer-Pampe (Die hier leider überhaupt nicht schmeckt, weil Papa den falschen Chili genommen hat und weil es statt Quark nur gesüßten Joghurt gibt. Papa hat zwar einmal versucht, welchen zu kaufen, aber am Ende hat er dank seiner hervorragenden Spanischkentnisse Frischkäse statt Quark mit nach Hause gebracht) immer reinwürge. Na ja, der zweite Grund ist, dass wir heute Einzel- EBs im Flachen fahren mussten und ich das überhaupt nicht kann. Also wollte ich mir nicht nach dem Training das Gemecker der Trainer anhören, von wegen ich wär zu langsam. Jedenfalls ging es wie immer um elf Uhr los, diesmal alle Altersklassen gemeinsam. Die EB-Strecke lag so ungefähr fünf Kilometer von hier entfernt zwischen Alcudia und Port Pollenca, also mussten wir nicht weit fahren. Leider stank es auf der Strecke ziemlich nach verfaulten, vor Jahren angespülten Muscheln und Seetang. Zum Glück kam der Wind nicht vom Meer sondern von vorne, was aber ehrlich gesagt nicht viel besser war. Na ja, eigentlich war es sogar ziemlich demütigend bei weniger als 30 Km/h an seine Grenzen zu kommen. Deshalb haben die Trainer nach drei von vier EBs (die Älteren sind bis zu zehn gefahren) entschieden, dass wir die Straße vom Ziel aus zum ursprünglichen Start, also genau andersherum fahren sollen. Das war eigentlich gut, weil man dann weiter weg vom stinkendem Strand war, andererseits musste ich mich bei dem Rückenwind total mit meiner U15er Übersetzung abmühen, die anderen mit ihren Mieträdern konnten natürlich viel dickere Gänge fahren. Na ja, das letzte Mal hat es dann aber doch ganz gut geklappt, ich konnte meine Wattzahlen einigermaßen gut halten und bin schön gleichmäßig gefahren (was bei mir sonst immer ein Problem ist). Leider musste ich das dritte Intervall abbrechen, ich hatte auf einmal während der Fahrt extrem dollen Husten bekommen (den bekomme ich normalerweise erst NACH dem Training), so dass ich nicht weiterfahren konnte. Aber insgesamt war ich doch gar nicht so schlecht, wie ich befürchtet hatte. Papa ist auch mitgefahren und hatte eigentlich die Kamera dabei, um Bilder zu machen. Weil: Es sah sicher ganz gut aus, wie wir wie beim Einzelzeitfahren beim Start festgehalten wurden. Und außerdem hatte ich meine neuen Aero-Überschuhe, die ich zum Geburtstag bekommen habe, an. Hat er aber vergessen. Wie immer! Deshalb gibt es heute noch mal ein Foto von vorgestern.

Morgen ist der letzte Tag – auf dem Programm stehen für uns noch mal 75 Kilometer Grundlage. Und dann geht’s nach Hause. Ob ich mich freue? Nein!

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