Knick, knack!

Auf der Suche nach den fehlenden 25 Prozent Leistung links ist Gummibein kein Weg zu weit. Gestern und heute ging’s zum Chiropraktiker. Die Ostfriesen sagen dazu „Knokenbreker“, glaube ich.

Bei Efe Gökpinar waren schon meine beiden Kinder in Behandlung, als sie vom Pferd gefallen waren (die Tochter) bzw. von einem Autofahrer umgemangelt wurden (Noah), und er hat beiden rasch helfen können. Also frische Socken angezogen und auf in seine (wirklich sehr schöne) Praxis irgendwo auf “der anderen“ Alsterseite. Hemd aus und Hose runter – und schon stellt der Meister fest: Das linke Bein ist kürzer als das rechte . Und das Becken hängt auch schief. „Erst mal ein paar Blockaden auflösen.“ Klar, ergibt Sinn. Ich sag es mal so: Kurz auf die Seite legen, entspannen und dann mit einem kleinen Ruck einen kleinen Donnerschlag irgendwo bei den Lendenwirbeln reingezimmert bekommen, ist das eine. KNACK! Aber die Nummer mit den Halswirbeln ist echt spooky. Vielleicht hab ich auch nur zu viele Krimis gesehen – im Fernsehen wird Leuten so das Genick gebrochen.

Bei mir hat’s zum Glück nur unangenehm geknackt. Beim ersten Mal gestern war ich darüber noch überrascht. Heute wusste ich ja, was kommt, was es nicht leichter gemacht hat, weil ich mir die ganze Zeit vornahm, locker zu bleiben, um eben nicht versehentlich das Genick gebrochen zu bekommen (ich hatte der Frau nicht gesagt, dass ich heute einen Termin dort hatte – niemand würde mich finden, man könnte mich im Falle des Falles einfach irgendwo verscharren!) – und wenn zumindest ich mir vornehme, locker zu bleiben, kann ich sicher sein, brutal zu verspannen, so wie ich auch mit Sicherheit sagen kann, dass ich nach einem Bier Bock auf Erdnüsse habe. Egal. Hat irgendwie funktioniert. Efe war aber aufgefallen, dass meine Füße wild gezuckt haben, als er versuchte, mich abzumurksen meine Halswirbel in der Mangel hatte und fühlte sich bemüßigt, mich daran zu erinnern, dass er das „auch mit Babys und osteoporotischen Rentnerinnen“ macht, und die das auch überleben würden. Bin wohl zu weich. Und, ja, zu viele Filme, ich sagte es schon.

Jedenfalls: Ob mein kurzes Bein und das schiefe Becken Ursache oder Symptom meines Gummibeins sind – das weiß auch Efe nicht. Wir knacken jetzt ein paar Mal, und ich gucke, ob sich irgendwas tut. Das Nüchtern-Training heute morgen jedenfalls hat leider noch kein positives Ergebnis gezeigt. Also weiter machen, immer weiter machen.

 

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